Tips For Winter Running In The Mountains

Text: Tessa Strain. Fotos: Florian Reichert und Alex Buisse.

Die Berge sehen am schönsten aus, wenn sie mit einer Schneeschicht bedeckt sind. Bei diesen Bedingungen haben wir einige der unvergesslichsten Bergläufe erlebt. Allerdings benötigen diese Wetterverhältnisse eine gewisse Voraussicht und Achtsamkeit. Hier geben wir ein paar Tipps, wie Sie das Berglaufen im Winter mit Spaß und Sicherheit genießen können.

Griff

Ein guter Griff Ihrer Schuhe ist essentiell, damit Sie nicht ausrutschen oder schlittern. Auf matschigem Schnee reichen Schuhe mit gutem Profil, aber wenn der Untergrund eisig und/oder steil wird, sind Spikes oder Mirco-Spikes, die man über die Sohle ziehen kann, notwendig. Wenn Sie nahe an einem Abgrund unterwegs sind, sollten Sie vielleicht einen Eispickel dabeihaben (und wissen, wie man ihn benutzt!). Bedenken Sie, dass matschiger Schnee schnell wieder überfrieren kann, sobald er nicht mehr der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt ist. Es ist also nicht immer eine Sicherheitsgarantie den gleichen Weg zurückzulaufen.

Foto: Alex Buisse

 Bekleidungsschichten

Die richtige Bekleidung ist für die Freude an einem Berglauf ein wesentlicher Faktor. Die Temperaturunterschiede zwischen dem Startpunkt und dem höchsten Punkt Ihres Runs können ziemlich stark variieren, besonders wenn der Windchill-Effekt dazukommt, und es ist nicht immer leicht, sie vom Parkplatz aus zu beurteilen. Eine gute Basis ist ein feuchtigkeitstransportierender Baselayer (wie z.B. Phase AR). Ein nasser Baselayer ist nicht nur unangenehm, sondern kann dazu führen, dass Sie in kälteren, windigeren Abschnitten der Laufstrecke richtig frieren. Wenn ich in höhere Lagen laufe, nehme ich zusätzlich eine Jacke mit (und – je nach Wetterbedingungen – eine weitere Wärmeschicht). Die Norvan SL ist eine hervorragende Allround-Laufjacke: Das leichte Gore-Tex schützt vor Nässe und nimmt dem Wind die Spitzen. Wenn es wirklich kalt und windig wird, bieten das Argus (Herren)/Gaea (Damen) Jacket dank der Polartec® Alpha® Isolation zusätzliche Wärme. Gute Handschuhe (wie der Venta Glove) und eine Mütze (wie das Phase oder Trino Beanie) sind bei jedem Winterlauf obligatorisch, weil die Extremitäten schnell auskühlen und über den Kopf viel Wärme entweicht.

Sicherheitsausrüstung

Ein Lauf ist viel entspannter, wenn Sie wissen, dass Sie für alle Eventualitäten gerüstet sind. Der Aerios 10 l ist z.B. ein Rucksack, den man super mit weiteren Wärmeschichten und Sicherheitsausrüstung vollstopfen kann. Die elastischen Kordeln an der Vorderseite bieten zusätzlichen Stauraum. Das Nuclei FL Jacket passt dort z.B. perfekt hinein – es lässt sich klein verpacken und wiegt nur 220 g. Es ist außerdem sinnvoll, Biwaksack, Essen, Stirnlampe und Handy mitzunehmen – Dinge, die bei einem Unfall für Wärme und Sicherheit sorgen.

Von rechts oben nach links unten: Aerios 10 l, Biwaksack, Beta AR Pant, Norvan SL, Phase AR Zip Neck, Stirnlampe, Karte, Nuclei Hoody, Phase Gloves, Phase Beanie, Kompass, Neckwarmer, Notfallnahrung, Handy

Planen sie ihre Strecke mit Bedacht

Vor allem im Winter ist es wichtig, die Route vernünftig zu planen. Informieren Sie sich über das Wetter und die Lawinenlage in den Bergen, um herauszufinden, welche Strecke sinnvoll ist. Die besten Strecken bieten eine Möglichkeit abzukürzen, weil Sie aufgrund der Bedingungen manchmal langsamer vorankommen, als geplant. Bereiten Sie sich in einem solchen Fall darauf vor, diese Option in Betracht zu ziehen und lassen Sie sich nicht von Ihrem Ego verleiten.

 

Tempo

Läufer sind häufig von Geschwindigkeit besessen: Sie fordern sich selbst heraus, um den Berg so schnell wie möglich hochzulaufen. Das ändert sich, wenn man auf Schnee oder eisigem Untergrund unterwegs ist. Entspannen Sie sich und schauen Sie nicht ständig auf die Uhr! Ihr Puls geht hoch, obwohl Sie langsamer werden, wenn Sie im Schnee laufen. Das ist ok – und außerdem ein tolles Kraft- und Ausdauertraining!

Laufen Sie zusammen mit einem Freund

Die Berge teilt man am besten mit einem Freund – nicht nur wegen des gemeinsamen Erlebnisses. Es ist auch viel sicherer zusammen mit jemandem in den Bergen unterwegs zu sein. Wenn Sie niemanden haben, mit dem sie laufen können, lassen Sie jemanden wissen, welche Route Sie geplant haben und wie lange Sie unterwegs sein werden. Vergessen Sie nur nicht, Bescheid zu geben, wenn Sie zurück sind!

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