What the land gives

Eine No Wasted Days™ Story
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In den Ebenen im südöstlichen Teil von Hokkaido, inmitten eines Paradieses aus fruchtbarem Ackerland und bewaldeten Bergen, hat sich der Bauer und Skifahrer Jin Ishibashi einen lebenserfüllenden Weg gebahnt. Er geht auf seinen Feldern spazieren, sät seine Samen von Hand aus und schafft so Reichtum, wo keiner ist. Er beugt sich und erhebt sich und beugt sich und hebt sich und vereint auf diese Weise seinen Körper mit dem Land.

„Ich will nicht prahlen, aber für einen 50-Jährigen fühle ich mich wirklich jung. Ich mag den rauen Charakter der Natur“, sagt Jin.

Er lacht aus der Tiefe seiner Seele. Seine wettergegerbten Augen haben gelernt, Jahreszeiten und Wetter, Berge und Erde zu lesen. Er vertraut auf den Kreislauf der Natur, bereitet seine Felder im April und Mai vor, pflanzt im Juni und Juli und erntet von September bis November.

„Es gibt so viele Dinge von A bis Z, die ich selbst erledigen muss“, sagt er. Mit dem ersten Schnee tauscht Jin seine Arbeitsgeräte gegen Skier und den tiefen, trockenen Pulverschnee im hohen Norden Japans ein.

„Ich fahre Ski“, sagt er,  „überall.“

Seine Stimme ist sanft wie sommerfrische Tomaten und süßer Mais und zugleich stark wie Spindrifts und Wind, der durch Kiefernwälder bläst. Jin trägt einen Optimismus durch seine Arbeit und Leidenschaft in sich. Eine ungewöhnliche Art von Freude, die durch das Zusammenspiel von Gebirge und Flachland gedeiht.

„Ich gehe mit den Jahreszeiten und nicht mit der Zeit wie die Menschen in der Stadt“, sagt Jin. Er misst Zeit in Sprösslingen und Blüten, langen Gipfelanstiegen und verschlungenen Abfahrten ins schneebedeckte Ackerland. Von seinem Hof bis hin zum Berghang, Jin verwurzelt sich mit der Erde. Beim Aufsteigen zwischen mandschurischen Eschen und arktischen Kiefern findet er Verbundenheit – zum Land und zu sich selbst. Mit jeder Abfahrt erschafft er Momente.

Passend zu seiner Philosophie, seine Felder per Handarbeit zu bestellen, hat er sich fürs Telemarken entschieden, um der Erde näher zu sein. „Mit Telemarkskiern kannst du laufen und fahren. Du kannst beides ganz mühelos machen, was ich sehr attraktiv finde.“ Es ist die Lust an der Arbeit und für Jin fühlt sich das Telemarken wie eine Abweichung vom traditionellen Weg an. „Ich muss mich ständig an den Untergrund anpassen. Ich öffne mich für die Dimensionen dieses Ortes.“ Mit wachen Augen und offenen Sinnen entdeckt Jin das Land jeden Tag aufs Neue. Er nimmt die Feinheiten wahr.

Beim Spurenlegen inmitten der Berge entstehen neue Linien in seinem Geist. Jin: „Skifahren an sich hat keine Bedeutung. Aber Skifahren macht mein Leben lebenswert.“ Es ist seine Art, die Energie, die durch seinen Körper fließt, mit dem Hier und Jetzt zu verbinden.

Vom bescheidenen Lebensstil auf seinem Bauernhof bis zur Freude in den Bergen folgt Jin dem Kreislauf der Natur und legt den Grundstein für sein Leben. Der Ausblick vom Gipfel, das Fahren zwischen den Bäumen, die harte körperliche Arbeit in der Erntezeit – all das hat ausreichend Bedeutung.“

Natürlich ist da noch die Zukunft. Es gilt Entscheidung zu treffen. Denn es gibt immer harte Zeiten. „Ich weiß nicht, was als nächstes kommt. Aber ich weiß, dass mich die Angst überwältigt, wenn ich mir ständig Gedanken über die Zukunft mache“, sagt er. „Also arbeite ich hart und verfolge das Jetzt.“

„Wenn ich in den Bergen bin und irgendwo entlang meiner eigenen Route im Nirgendwo aufsteige, bin ich glücklich. Ich fühle mich gut. Ich denke: „Das ist es!“

Der Schnee wird schmelzen. Die Pflanzzeit wird wiederkommen. „Es ist alles ein Teil der vielen Farben des Lebens“, sagt Jin. Man muss sich ständig darum kümmern.

„Natur ist nicht so einfach. Wenn du nicht aufpasst, nimmt das Unkraut überhand“, so Jin.

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Jin Ishibashi